Geneigte Leserschaft der Spielberichte,
es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich Ihnen den neusten Klatsch und Tratsch aus unserem schönen Dorfe berichten konnte. So kam es jüngst zu neuen Geschehnissen, welche ihre ungeteilte Aufmerksamkeit verdienen.
Da es der Terminplan so verlangte, begaben sich unsere erlesenen Damen in die florierende Stadt an der Elbe um sich dem Duell gegen altbekannte Rivalinnen zu stellen. Es luden die Herrschaften der Vereinigung des Brieftransportes, welcher Herausforderung wir uns natürlicherweise annahmen.
Der erste Abschnitt konnte gewohnt durch eine Aufschlagserie der Dame Lisa gestartet werden. Ist dies bereits ein erster Indikator für den Gewinn von drei Punkten? Ich empfehle Ihnen auf Ihren eichenen Beistelltisch zu klopfen, um die Chancen solch eines Ereignisses nicht zu mindern. Auch die Dame Clara zeigte Aufschlaghärte, wodurch bereits früh ein Vorsprung erspielt wurde.
Ebenso im zweiten Teil konnte der geschlagene Ball nach dem Pfiff durch die Dame Lara gekonnt über das Netz gelenkt werden. Hat unsere Auswahl aus den vielen Aufschlagfehlern der vergangenen Saison gelernt? Ich erinnere mich kaum solch eine lobende Wortwahl im vergangenen Jahr genutzt zu haben. Doch es kann nie alles perfekt laufen, so wurde sich, wie bei vielen vorherigen Duellen, gegen den Plausch in der Annahme entschieden und Bälle landeten auf dem Boden anstatt auf den Armen der Fräuleins.
Erinnern Sie sich an die Probleme in der dritten Runde der Partie letzten Duelltages? Auch hier kam es erneut zu Schwierigkeiten. So ist mir doch zu Ohr gekommen, der Trainerstab hätte diesen Abschnitt als „kein Volleyball mehr“ bezeichnet, da Aufschläge lediglich mit der Faust gespielt wurden. Schreit dies nach noch mehr spezifischem Training? So kann ich Ihnen nun einmal selbst aus eigener Hand Informationen geben, denn viele Einheiten am dritten Tage der Woche werden zum Werfen und Schlagen verwendet.
Unsere zweite Partie ließ uns auf lang ungesehene Gäste aus Langenwolmsdorf treffen. Die vor Jahren gespielten Duelle gingen für unsere Auswahl nie gut aus, doch vielleicht steht der Trainingsfortschritt auf unserer Seite? Der erste Abschnitt strahlte wie bekannt von scharfen Aufschlägen. Auch wenn die Punktanzahl auf unserer Seite doppelt so hoch lag wie die unserer Gegnerinnen, haben wir unseren Schaulustigen kein Spektakel geboten. Man hörte Aussagen wie „ein träges Spiel“, welche diese Runde sehr treffend beschreibt.
Auch die folgenden Abschnitte sorgten für wenig Begeisterung bei unseren spielenden Damen. Trotz erneuter straffer Schläge über das Netz, konnte die Laune nicht erheitert werden. Selbst eine hohe Punkteführung sorgte nicht für eine euphorische Stimmung. Kommt es durch das jahrelange Verlieren von Duellen nicht mehr zur Freude über einen Vorsprung und folgenden Duellsieg? Was macht die selbsternannte Stimmungsbeauftragte beruflich? Gibt es bald ein Training zum Üben des Klatschens und Singens? Bleiben sie neugierig auf den folgenden Bericht, ich freue mich darauf gemeinsam mit Ihnen eine Antwort zu finden.
Endstand am Spieltag:
TSV- Post SV Dresden V 3:0 (25:13, 25:14, 25:21)
TSV- SV Langenwolmsdorf 3:0 (25:15, 25:13, 25:14)
Seifersdorf mit: Clara Böhme, Marleen Lindig, Lea Liebscher, Lisa Liebscher, Luisa Näcke, Lara Schüttoff, Hanna Schüttoff und den Trainern Sebastian Wend und André Günzel