Doppelt hält besser

Hier ist er, der lang ersehnte Spielbericht von unserem verschobenen Spieltag im November. Ganz nach dem Sprichwort: „Was lange währt, wird endlich gut.“ konnten wir unseren Sonntag erfolgreich mit vielen Punkten beenden.

Auch wenn es eigentlich der Heimspieltag von Dresden-Coschütz war, reisten wir zur Halle des Post SV Dresden. Die Mannschaften belegten vor dem Spieltag die zwei Plätze vor uns in der Tabelle. Somit gab es also realistische Chancen auf Punkte. In der ersten Partie gegen Dresden-Coschütz, gegen die wir bei unseremletzten Spieltag zu Hause eindeutig verloren hatten, erwarteten wir harte Aufschläge und schwer annehmbare Angriffe aus dem Hinterfeld. Unsere Erwartungen sollten bereits im ersten Satz erfüllt werden. Jedoch konnten wir dieses Mal mehr Gegenwehr zeigen und Coschütz durch getippte Bälle über die Mitte, durch Isabel und Lea, unter Druck setzen. Marleen sicherte uns zehn Punkte am Stück durch eine herausragende Aufschlagserie. Celia wechselte mit Amely die Zuspielposition und zeigte ihren Trainingsfortschritt. Der erste Satz ging unerwartet mit 25:16 an Seifersdorf. Doch wir wären nicht wir, wenn wir im zweiten Satz nicht unsere gewohnte Schwäche zeigen würden. Wir wollen uns nicht von vorherigen Berichten wiederholen, aber unsere Annahme wurde uns erneut zum Verhängnis. Viele Bälle rutschten seitlich über die Arme und Chelsea, unsere Libera, hatte große Laufwege und viel Bodenkontakt um den Ball weiter im Spiel zu behalten. Wir verloren den zweiten Satz mit 16:25. Zurück auf der Gewinnerseite des Feldes zeigten wir im dritten Satz unser eigentliches Können. Amely erzielte mehrfach Punkte durch gelegte Bälle hinter den Block und Hanna mit diagonal geschlagenen Bällen aus dem Außenangriff. Jedoch wollte Lara es am Ende des knapp gewonnenen Satzes noch einmal spannend machen und gewann den Satzball durch einen gebaggerten Netzroller. Unsere heutige Trainerin Luisa war kurzzeitig mit hohem Puls auf die Knie gegangen. Wir hoffen, Lara hatte für ordentlich Katjesvorrat gesorgt, um den Puls von Luisa wieder zu senken. (Hat jemand Kontakte zu Katjes und fragt mal, ob die uns sponsern wollen? Wir haben einen sehr hohen Konsum an Spieltagen.) Da wir nun bereits einen Tabellenpunkt sicher hatten, schienen wir uns darauf im vierten Satz auszuruhen und machten selbst viele Fehler. Erneut wollen wir uns nicht wiederholen, aber Aufschläge sind immer noch nicht unsere Stärke. Die am Freitag im Training neu eingeführte Regel: wenn der Ball nicht über das Netz geht, legen sich alle einmal auf den Boden, haben wir auch am Spieltag durchgezogen und leider zu oft bei Aufschlägen davon Gebrauch gemacht. Einige Spielerinnen haben dies häufiger getan als andere, aber wir werden hier keine Namen nennen, da sich die Betroffenen auch so angesprochen fühlen und bereits mächtig geärgert haben. Wir verloren den vierten Satz mit 20:25. Da wir im Tiebreak nach dem Seitenwechsel auf unserer Gewinnerseite des Feldes waren, hatten wir bereits einen mentalen Vorteil und konnten das Spiel nur noch gewinnen. Lea brachte uns mit einer Aufschlagserie in Führung und die wollten wir bis zum Ende nicht abgeben. Somit gingen die ersten zwei Punkte des Tages nach Seifersdorf.

 

Doch zwei Punkte waren nicht genug für uns, weswegen wir unser zweites Spiel gegen Post Dresden auch gewinnen wollten. Im ersten Satz konnten wir nach einigen umkämpften Ballwechseln einen Vorsprung durch Amelys Aufschläge gewinnen. Zusätzlich erzieltenunsere Mittelblockerinnen einige Punkte durch gelegte Bälle auf den freien Marktplatz in der Mitte des Feldes. Der Satz ging mit 25:13 an uns. Wie es für gewöhnlich kommen sollte, zeigten wir eine Schwäche im zweiten Satz des Spieles. Auf dem Feld sind viele eingeschlafen, es gab keine Stimmung und auch nach Aussagen von den Damen auf der Bank sah man uns die fehlende Begeisterung an. Eine Konzentration auf das Spiel war nicht mehr vorhanden. Wir machten selbst viele unnötige Fehler und verloren wichtige Punkte. Zu unserem Glück machten die Damen auf der anderen Seite des Feldes auch selbst einige Fehler und uns wurde erneut die Chance gegeben aktiv Punkte zu erzielen. Wir gewannen den Satz knapp mit 28:26. Im letzten Satz kehrten wir zu unseren Stärken zurück und parierten mit Angriffsschlägen von außen und über die Mitte. Auch die Annahme funktionierte stellenweise wieder. Der letzte Satz des Tages ging mit 25:13 erneut nach Seifersdorf und wir konnten das zweite Mal innerhalb weniger Stunden einen Auswärtssieg feiern.

 

Wir bedanken uns bei unseren Zuschauern für das Mitfiebern und laute Klatschen:) Auch ein großes Dankeschön geht an Luisa, die erneut einen wunderbaren Job als Trainerin gemacht hat.

 

Wie immer gibt es wieder viele Baustellen an denen gearbeitet werden muss. Vor allem unsere Aufschlagquote war nicht ausreichend und hat uns mehr als einen Satz gekostet. Auch in der Annahme bestehen weiterhin Probleme, welche dringend behoben werden sollten. Dafür müssen die nächsten drei Trainingseinheiten langen, denn am 9. März geht es für uns schon zum nächsten Spieltag.

 

Aktuell liegen wir durch geballte Frauenpower auf dem siebten Tabellenplatz. Wir hören uns in einer Woche und hoffen, dass wir von Fortschritten berichten können.

 

Endstand am heutigen Spieltag:

TSV- VSV GW Dresden-Coschütz IV 3:2 (25:16, 16:25, 26:24, 20:25, 15:10)

TSV- Post Dresden IV 3:0 (25:13, 28:26, 25:13)

 

Seifersdorf mit: Isabel Dittrich, Celia Fischer, Lea Liebscher, Amely Lindig, Marleen Lindig, Hanna Schüttoff, Lara Schüttoff, Chelsea Wolf und Trainerin Luisa Näcke