Zum vierzehnten und letzten Spieltag fuhr die erste Herrenmannschaft des TSV Seifersdorf nach Wilthen, um dort auf die erste Mannschaft der Volleys Coblenz zu treffen. An diesem Tag mussten sich unsere Männer jedoch nicht nur von der Saison 2025/26, sondern auch von Bastian Nebel verabschieden. Der langjährige Mitspieler hatte im Vorfeld des Spieltages seinen Rückzug aus dem aktiven Spielkader angekündigt. Bereits vor Beginn des Spiels stand das Saisonergebnis fest: Das Saisonziel – der Klassenerhalt – war nicht nur erreicht, sondern mit einem Podestplatz sogar übertroffen. Trotzdem hofften die Herren auf einen gelungenen Abschluss für die Saison und Nebels Spielerkarriere.
Im ersten Satz starteten die Seifersdorfer in untypischer Aufstellung: Nebel ersetzte Wegener am Diagonalangriff, Günzel spielte statt Irmer zu und Wend tauschte mit Mittelblock Grahl die Positionen, sodass Grahl den Außenangriff übernehmen konnte. Der erste Satz begann ausgeglichen, bis eine Aufschlagserie Nebels den Herren einen Vorsprung bescherte. Dieser wurde jedoch bald wieder abgegeben – die Männer bekamen keine Ruhe in ihr Spiel und machten besonders in der Annahme viele Fehler. So konnte kaum Angriffsdruck aufgebaut werden und die Gastgeber punkteten zunehmend – vielmals durch die Mitte. Obwohl Nebels Aufschläge am Satzende den Ausgleich auf 20:20 brachten, gab Seifersdorf den ersten Satz mit 22:25 ab. Kapitän Günzel zog nun Konsequenzen und wechselte zu einer üblicheren Aufstellung – Irmer am Zuspiel, Grahl am Mittelblock und Wend am Außenangriff, während Nebel weiterhin auf Diagonalangriff stand. Diese Aufstellung funktionierte deutlich besser – nach kurzem Einspielen waren unsere Herren in Führung und konnten diese bis zum Satzende mit 25:21 souverän halten. Nach diesem entschied Nebel, es sei ein guter Moment, aufzuhören, und übergab den Diagonalangriff an Wegener. Auch mit dieser Aufstellung begann der Satz gut, gegen Ende ließ die Konzentration der selbstsicheren Seifersdorfer jedoch merklich nach. Als die Coblenzer sogar zum 22:22 aufholten, wechselte sich Günzel statt Wegener ein, um die Männer wachzurütteln. Dies klappte, und obwohl Günzel keinen Ballkontakt hatte, reichte seine Präsenz aus, sodass sich unsere Herren aufraffen und den Satz noch knapp mit 26:24 gewinnen konnten. Dasselbe war im vierten Satz ebenfalls nötig, denn auch hier ließen die Seifersdorfer mit der Zeit nach. Mit Günzel konnte eine kleine Führung erspielt werden, die Natzschka ab dem 19:16 mit Aufschlägen in einen eindeutigen Sieg mit 25:16 verwandeln konnte. Die goldene MVP-Medaille wurde Nebel verliehen.
Damit schließt die erste Herrenmannschaft ihre erste Saison in der Sachsenklasse auf dem dritten Tabellenplatz ab. Von 18 Spielen wurden 12 gewonnen, sodass 38 Tabellenpunkte erzielt wurden – nur zwei Punkte weniger als Tabellenzweiter Räckelwitz erspielen konnte. Wir danken Bastian Nebel für die vielen Jahre als aktiver Spieler beim TSV Seifersdorf – deine gute Laune wird uns fehlen! Nebel bleibt dem Volleyball als hochklassiger Schiedsrichter und dem Verein als geschätztes, aktives Mitglied erhalten. Auch Diagonalangreifer Paul Göbel musste dem Volleyball in dieser Saison aufgrund von Knieproblemen leider den Rücken kehren. Auch ihm danken wir herzlich für seinen Einsatz – ohne dich hätten wir die Sachsenklasse nicht erreicht! Lisa Liebscher gebührt ebenfalls Dank, da sie in der zweiten Saisonhälfte regelmäßig als C-lizenzierte Schiedsrichterin das Seifersdorfer Schiedsgericht unterstützt hat und dadurch viele Strafen aufgrund fehlender Lizenzen vom Verein abgewendet hat. Zu guter Letzt auch ein Dank an alle weiteren Unterstützer und Zuschauer, die uns in dieser Saison begleitet haben! Habt eine schöne Sommerpause – wir sehen uns nächste Saison in der Halle!
Endstand am vierzehnten Spieltag:
TSV Seifersdorf I – Volleys Coblenz I 3:1 (22:25; 25:21; 26:24; 25:16), MVP: Bastian Nebel
Seifersdorf in dieser Saison mit: Marcus Irmer, Kevin Mussla, Paul Göbel, Marwin Böhme, Per Natzschka, Daniel Wegener, Colin Grahl, Bastian Nebel, Sebastian Wend, Thomas Müller und André Günzel.