Nichts für schwache Nerven

Nachdem die letzen beiden Spieltage der ersten Herrenmannschaft des TSV gegen die Schlusslichter der Tabelle ausgetragen wurden, begann der erste volle Rückrundenspieltag mit denselben Gegnern, gegen die zuletzt zum Saisonauftakt gespielt wurde: Post SV Dresden II und VC Dresden III - die einzigen Mannschaften, die unseren Männern bisher durch Fünfsatzspiele Punkte gekostet hatten. Leider fielen Wend und Wegener krankheitsbedingt aus, weshalb Grahl auf seiner eigentlichen Stammposition - dem Außenangriff - und Nebel auf der Liberoposition spielen mussten.
Im ersten Satz gegen den Post SV Dresden II konnten Günzel, Grahl und Natzschka mit druckvollen Aufschlägen punkten und so einen Vorsprung erarbeiten. Ab dem 20:13 fühlten sich die Seifersdorfer allerdings zu sicher und ließen in der Annahme stark nach, sodass Kapitän Günzel beim 23:23 eine Auszeit nehmen musste, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Trotzdem konnte der erste Satz erst mit 27:25 gewonnen werden. Auch der zweite Satz war umkämpft und die Gastgeber konnten immer zwei Punkte Vorsprung halten. Kurz vor Satzende drehten die Männer dieses Verhältnis durch Günzels gezielte Angriffe endlich, doch auch hier ließen die Dresdner nicht nach und mit 28:26 war der zweite Satz noch knapper als der erste. Im dritten Satz führte Post durchgängig mit wenigen Punkten, doch Aufschläge von Dobrick und - nach einem Wechsel - Wassilew brachten erneut das 23:23. Auch, wenn das kaum noch möglich schien, waren die folgenden Punkte noch knapper als in den vorangegangenen Sätzen und erst beim 27:29 entschied sich der Satz - diesmal gegen Seifersdorf. Damit mussten die Herren in einen vierten Satz gehen, der durch Irmers Aufschläge mit einer vielversprechenden Führung von 5:0 begann, die dann aber schnell in einen Rückstand von 5:7 umschwang. Diesmal konnte durch bessere Blockarbeit sowie konstant starke Außenangriffe von Grahl und Mussla schneller aufgeholt werden, sodass Seifersdorf ab dem 17:17 auf der Überholspur war und mit 24:21 schon fast den Sieg in der Tasche hatte. Doch gegen die Dresdner sollte heute kein eindeutiger Satz möglich sein, denn diese kamen erneut auf 24:24 heran. Das nervenaufreibende Spiel konnte allerdings mit 26:24 endgültig für Seifersdorf entschieden werden.
Im Vergleich dazu war das Spiel gegen VC Dresden III eindeutig. Im ersten Satz konnten die Herren bis auf einen kurzen Aussetzter konstant an Vorsprung gewinnen. Auch hier zeigte sich schnell das zu hohe Selbstbewusstsein der Männer, die den Gegner gegen Ende noch einmal herankommen ließen, um dann mit 25:22 abzuschließen. Der zweite Satz verlief deckungsgleich. Während Mussla - von konstanten Zuspielen Irmers versorgt - am Außenangriff brillierte, zog Seifersdorf davon, bis der Schwung auf den letzten fünf Punkten wieder ausging und die Dresdner erneut auf 25:22 herankamen. Im dritten Satz kam dann kaum noch Gegenwehr, während unsere Herren ihr eigenes Spiel spielen konnten. Sogar Mittelblock Natzschka punktete durch einige Angriffe und Blocks und so gingen Satz und Spiel 25:13 eindeutig an Seifersdorf.
Vielen Dank an unsere Zuschauer und Unterstützer, die auch beim Auswärtsspiel so zahlreich erschienen sind! Auch wenn das krankheitsbedingt kaum möglich schien, hat der TSV Seifersdorf mit eurer Hilfe erneut sechs Tabellenpunkte erspielen können und steht somit weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Endstand am siebten Spieltag:

TSV Seifersdorf I – Post SV Dresden II 3:1 (27:25; 28:26; 27:29; 26:24)

TSV Seifersdorf I – VC Dresden III 3:0 (25:22; 25:22; 25:13)

Seifersdorf mit: Marcus Irmer, Kevin Mussla, Per Natzschka, Sachari Wassilew, Simon Dobrick, Colin Grahl, Bastian Nebel und André Günzel.

Spielbericht: Per Natzschka