Traditionsbrecher

Rekorde sind da um gebrochen zu werden lautete das heutige Motto der zweiten Damenmannschaft. Dieser neunte März wird in das Geschichtsbuch der TSV Volleyballdamen eingehen und eventuell feiert man zukünftig in Seifersdorf den Weltfrauentag um 24 Stunden verspätet.

Wir starteten unseren Spieltag mit der Partie gegen unsere Gastgeberinnen aus Heidenau. Eine Mannschaft, die uns seit der ersten Saison begleitet und wir noch nie besiegen gekonnten, nicht einmal ein Satz wurde uns geschenkt. Wir gingen unsere Begegnung mit viel Respekt an, aber konnten bereits im ersten Satz unsere Gegnerinnen unter Druck setzen. Unsere Mannschaft parierte mit langen Aufschlägen und Angriffen in die Ecken des Feldes, die nur selten gefährlich zu uns zurückkamen. Lara zeigte ihre Stärke bei Hinterfeldangriffen und brachte sie druckvoll übers Netz. Wir siegten überraschend im ersten Satz mit einem Punktestand von 25:16. Wer uns schon einmal spielen gesehen hat oder häufiger die Berichte liest, kennt bereits unser Tief im zweiten Satz. In diesem Spiel sollte es nicht anders sein. Unsere Annahmeprobleme kehrten zurück, Angriffe gingen nicht übers Netz und auch unsere Aufschläge ließen zu wünschen übrig. Erneut mussten wir häufiger von unserer Regel über das Hinlegen Gebrauch machen, wenn der Ball nicht über das Netz geht. Heidenau gewann den Satz mit 25:21. Doch wir kamen im dritten Satz zurück auf unsere Gewinnerseite des Feldes und das konnte nur gutes bedeuten. Die Annahme funktionierte nur teilweise besser, doch Chelseas hohe Laufwege waren erfolgreich und unsere Zuspielerin Amely konnte viele Bälle retten und sie in wunderbare Vorlagen für Angriffe verwandeln. Der hart umkämpfte Satz ging mit 25:23 an uns. Bereits jetzt hatten wir unseren ersten Punkt gegen Heidenau sicher und waren hungrig auf mehr. Im vierten Satz holten noch einmal alle Spielerinnen das Beste aus sich raus. Hanna zeigte ihre diagonalen Angriffe von außen, Marleen punktete mit diagonalen Schlägen aus dem Hinterfeld und Isabel, sowie Lea schlugen harte Aufschläge über das Netz. Auch unser Trainer Sebastian motivierte uns erneut hervorragend in einer Auszeit und wir gewannen mit diesem vierten Satz nicht nur das Spiel, sondern konnten auch eine lang bestehende Tradition brechen. Seit Bestehen der zweiten Damenmannschaft ist es uns in unseren sieben Saisons nicht gelungen einen Sieg gegen Heidenau zu erringen. Doch heute war dieser Tag der Tage und wir konnten unseren lang ersehnten Sieg gegen die Mannschaft, welche uns schon all die Jahre begleitet, gebürtig mit Sonne und ausreichend Gummibärchen von unserer bekannten Marke feiern. 

Gestärkt durch eine Spielpause gingen wir mit viel Elan an unser zweites Spiel gegen SV TuR Dresden. Die Mannschaft hat uns im Hinspiel leicht besiegen können und steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz. Zu Beginn des ersten Satzes fraßen wir acht Aufschläge am Stück und konnten diesen Rückstand bis zum Ende auch nicht aufholen. Wir gaben unser Bestes, doch konnten auch durch platzierte Mittelangriffe und gelegte Bälle nichts mehr ausrichten. Wir verloren den Satz mit 18:25. Doch unser Ehrgeiz wurde geweckt. Im zweiten Satz steigerten wir unsere Leistung und zogen unser Spiel durch. Die Aufschläge funktionierten, unsere Angriffe kamen auch entlang der Linie auf dem Boden der Gegnerinnen und alle waren aktiv am Geschehen beteiligt. Seifersdorf siegte mit 25:22. Wir konnten auch in diesem Spiel eine Tradition brechen und gewannen einen zweiten Satz. Unser Fluch scheint überwunden zu sein. Von hier aus kann es nur noch aufwärtsgehen mit unseren zukünftigen zweiten Sätzen. Leider ging der Schwung in der Satzpause verloren. Im dritten Satz fielen viele Bälle unnötig ins Feld, da niemand miteinander kommuniziert hat. Drei Spielerinnen lagen auf dem Boden, aber bedauerlicherweise tat das der Ball auch. Wir verloren knapp mit 22:25. Der vierte Satz war noch einmal hart umkämpft. Einige Annahmen sind seitlich weggerutscht und konnten nur noch gebaggert als Dankebälle über das Netz kommen. Unglücklicherweise wurden auch einige Punkteentscheidungen nicht zu unseren Gunsten getroffen und wir mussten uns mit 19:25 erneut geschlagen geben. Das Spiel ging verloren und wir konnten keine Punkte mitnehmen, auch wenn diese mehr als verdient waren. Das Frustrationslevel nach dem Spiel war bei allen sehr hoch und musste erstmal durch eine Diskussionsrunde in der Mannschaft gesenkt werden.

Wie immer gibt es viel Inspiration für Trainingseinheiten. Unsere Aufschlagquote kann immer noch gesteigert werden und auch die Annahme bedarf weiterhin einer Besserung. Doch man kann bereits leistungstechnisch von einer Steigerung zum letzten Spieltag sprechen.

Nach dem heutigen sehr erfolgreichen Tag schieben wir uns auf den sechsten Tabellenplatz und sind damit fast in der goldenen Mitte angekommen. Aber da geht noch mehr.

In zwei Wochen geht es schon weiter bei uns und wir können hoffentlich von zusätzlichen

Fortschritten berichten. Den heutigen Bericht beenden wir mit den Worten unserer selbsternannten Stimmungsbeauftragten: „Wir sind einfach geil“.

 

Endstand am heutigen Spieltag:

TSV- SSV Heidenau 3:1 (25:16, 21:25, 25:23, 25:22)

TSV- SV TuR Dresden 1:3 (18:25, 25:22, 22:25, 19:25)

Seifersdorf mit: Clara Böhme, Isabel Dittrich, Lea Liebscher, Amely Lindig, Marleen Lindig, Romy Oldenburg, Hanna Schüttoff, Lara Schüttoff, Chelsea Wolf und Trainer Sebastian Wend