Geneigte Leserschaft der Spielberichte,
es freut mich, Ihnen erneut über die jüngsten Geschehnisse des Volleyballs in Seifersdorf zu berichten. Die Autorin erlaubt sich, entgegen der Konvention, einen ungewohnten Stil und den Wechsel in die Ich-Perspektive. Sie hat einen zu hohen Gefallen an dem Berichten über die zweite Damenmannschaft gefunden und vertraut auf die leserlichen Fähigkeiten ihres erlesenen Publikums. Trotzdem bittet sie um Entschuldigung für jegliche Unverständlichkeiten.
Die folgenden Zeilen erläutern Ihnen die Ereignisse des elften Januartages, an dem die Damen sich den winterlichen Begebenheiten stellten und in die Stadt der Uhren fuhren. Böse Zungen würden behaupten, es wurde während der Fahrt überlegt, statt Volleyball zu spielen einen Winterspaziergang bei strahlendem Sonnenschein zu unternehmen. Jedoch kann man diesen Behauptungen kaum Glaube schenken.
So starteten die Herrschaften ihr erstes Duell gegen die Heimmannschaft Glashütte-Schlottwitz II, ein bekannter Gegner, der stets ehrgeizig um Bälle kämpft und in vergangenen Begegnungen für Probleme bei unserer erlauchten Auswahl sorgte. Auch wenn bereits das Spiel in der heimischen Stätte gewonnen wurde, konnte man nicht von einem einfachen Sieg ausgehen.
Die ersten Spielzüge trotzten von starken Annahmen durch die Damen Luisa und Lisa. Die Erstgenannte wäre durch ihren läuferischen Einsatz von den mitkämpfenden Frauen zur Hoheit des Tages ernannt wurden. Allerdings sieht sich die Autorin nicht in der Lage, solch eine Wertung objektiv zu beurteilen. Obwohl die Dame Lisa eigentlich Pässe zuspielt, parierte sie ebenfalls auf ihren Positionen in der Annahme. Durch glückliche Fügungen kam es zu einer Seltenheit: Die Spielerinnen tauschten Worte aus und auch unklare Bälle wurden durch eine Dame angenommen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Zustand auch für künftige Austragungen bestehen bleibt. So konnte der erste Aktmit 25:11 gewonnen werden.
Auch wenn der folgende Satz ebenfalls auf das Konto unserer Damen ging, wurde es ihnen nicht annähernd so leicht gemacht. Scharfe Aufschläge verhinderten den Gewinn eines großen Vorsprunges, doch durch eigene Angriffe auf die Mitte des Feldes der gegnerischen Damen und geblockte Bälle von Lea, ging die Episodemit 25:23 an unsere Herrschaften. Es ist mir jedoch zu Ohren gekommen, dass eine Auszeitansprache durch die trainierenden Herren keine unwichtige Rolle gespielt hat.
Der folgende Akt war aus Sicht unserer heimischen Damen eine gesellschaftliche Blamage. Jeglicher Plausch auf dem Feld wurde eingestellt, die Annahme verweigerte für wenige Momente ihre Arbeit und auch die Aufschläge landeten nicht im dafür vorgesehenen Feld. Ist die bekannte Schwäche des zweiten Satzes nun einen Abschnitt nach hinten gewandert? Ich empfehle Ihnen in Zukunft weiterhin einen Blick auf die Entwicklung zu werfen, unsere Spielerinnen sind doch immer für Überraschungen zu haben.
Da nach einem Tief meist ein Hoch folgt, wurde das Spiel nach vier Sätzen beendet. Die Damen auf dem Spielfeld kündeten wieder ihre Handlungen an und unterstützen sich bei unklaren Bällen. Unsere Außenangreiferinnen liefen zu Bällen in den hintersten Ecken und holten den Sieg mit 25:15.
Über den zweiten Schlagabtausch gegen SC Erksdorf-Ullersdorf kann bedauerlicherweise nicht viel ereignisvolles berichtet werden. So entschuldige ich mich bei Ihnen, geneigte Leserschaft, für eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse. Unsere spielenden Damen bezeichneten die Partie als träge und unspektakulär. Auch wenn die ersten drei Sätze erfolgreich beendet wurden, konnte die gezeigte Darbietung die Beobachtenden kaum in Verzückung versetzen. Ein erster Indikator war die betrübte Stimmung unserer Fräuleins und der teilweise hoheAnteil eigener Fehler. Doch die Berichterstattung soll natürlich zur Unterhaltung und der Verbreitung eines positiven Gefühls beitragen. Somit endet die Autorin ihre Schilderungen mit dem Lob an die Damen, welche einige Aufschlagserien erreichten und den Sieg deutlicher machten. Auch die Dame Celia festigt ihre Fähigkeiten als Zuspielerin und Spielerin des Vorderfeldes, da sie sich beim Blocken von Bällen immer wohler fühlt.
Wenn Sie erfahren wollen, wie die künftigen Ereignisse der Damen verliefen, so lauschen Sie mir nächste Woche erneut, da unsere Damen im ersten Monat unseres neuen Jahres gleich drei Spieltage in drei Wochen bestreiten. Wer weiß, vielleicht vollbringen sie durch die hohe Frequenz neue Höchstleistungen? Wer aktuell den dritten Tabellenplatz belegt, kann jegliche Erwartungen nur mit Bravour erfüllen.
Endstand am Spieltag:
TSV- Glashütte-Schlottwitz II 3:1 (25:11, 25:23, 20:25, 25:15)
TSV- SC Erksdorf-Ullersdorf 3:0 (25:16, 25:13, 25:17)
Seifersdorf mit: Clara Böhme, Celia Fischer, Marleen Lindig, Lea Liebscher, Lisa Liebscher, Luisa Näcke, Lara Schüttoff, Hanna Schüttoff, Chelsea Wolf und den Trainern Sebastian Wend und André Günzel